Friseurunternehmer Albert Bachmann

01.07.2010 – Uncategorized

In den vergangenen Ausgaben hat der erfolgreiche Friseurunternehmer Albert Bachmann aus Roßtal einiges aus den Unternehmer Energie Seminaren, bei denen er zusammen mit Dr. Dr. Cay von Fournier als Referent auftritt, preisgegeben – wie man einen Salon erfolgreich führt, wie wichtig eine Unternehmensphilosophie ist und wie man es schafft, seine Mitarbeiter immer wieder zu motivieren.

Im letzten Teil unserer Serie geht es um den noch fehlenden Baustein – die Kunden! Wenn man die bisherigen Teile unserer Serie aufmerksam gelesen und seine Schlüsse für seine tägliche Arbeit im eigenen Salon gezogen hat, ist man schon auf einem guten Weg, seine Kunden dauerhaft an sich zu binden – denn in einen funktionierenden Salon kommen Kunden gerne.

Trotzdem gibt es noch immer eine Menge Fehler, die man machen kann. Vielleicht kennen Sie folgendes Beispiel sogar aus eigener Erfahrung: Eine Kundin war schon länger nicht mehr im Salon. Was macht man? Man schickt ein Kärtchen „Wir vermissen Sie!“ „Ganz ehrlich – das ist doch Käse“, ist Albert Bachmanns Meinung dazu. „Die meisten kümmern sich nur um die Kunden, wenn sie ganz neu sind oder wenn sie nicht mehr kommen. Aber du musst die Leute doch pflegen, wenn sie da sind!“ Deshalb gibt es bei Albert Bachmann immer wieder kleine Aufmerksamkeiten – am Valentinstag verschenkt er Äpfel mit Herzen drauf, zum Muttertag bekommen Kundinnen eine Rose. Neben den üblichen Getränken, wie Kaffee und Espresso, gibt es Aktionsgetränke – im Sommer Eistee, im Winter Weihnachtstee. Dinge, die Albert Bachmann „Überraschungsqualität“ nennt.

Daneben gibt es auch die sogenannte Erwartungsqualität, die durch den Preis und das Image eines Unternehmens bei den Kunden entsteht. „Wenn ich zu einem 10 Euro Friseur gehe, erwarte ich natürlich weniger, als wenn ich zu einem 100 Euro Friseur gehe.“ Nicht umsonst ist der Satz „Qualität, die begeistert“ Albert Bachmanns Motto. Diesen Satz müssen die Mitarbeiter verinnerlicht haben und an die Kunden weitergeben. Wenn zum Beispiel der Farbansatz mit den Augenbrauen übereinstimmt, dann empfinden die Kunden das als Qualität. „Ich will einfach, dass meine Mitarbeiter durch ihre Art und ihre Arbeit Eindruck bei den Kunden hinterlassen. Wenn ein Stammkunde anruft und sagt, es sei ihm egal, wer ihn bedient, dann haben meine Mitarbeiter etwas falsch gemacht, dann haben sie keinen Eindruck hinterlassen. Aber durch einen persönlichen Eindruck kann man Kunden dauerhaft an sich binden.“

Ob der persönliche Eindruck gut war, sieht man am imaginären Barhockertest – „Stellen Sie sich vor, Ihre Kundin trifft am Abend in der Bar eine gute Freundin. Was erzählt die vom Besuch in Ihrem Salon, erzählt sie überhaupt davon“, so Albert Bachmann, „und wenn der Eindruck gut war und sie in den höchsten Tönen schwärmt, dann kommt die Freundin als Neukundin hinterher.“ Klassische Mund-zu-Mund-Propaganda also. Um diesen Effekt zu verstärken, setzt Albert Bachmann auch auf Gutscheinaktionen – und lernt aus seinen Fehlern: „Wir waren so blöd und haben den Leuten einen Rabatt-Gutschein für die beste Freundin mitgegeben, falls diese als Neukundin zu uns kommt. Jetzt hat die gute Frau die Qual der Wahl – wem soll sie den Gutschein geben, wenn sie drei beste Freundinnen hat? Oft wird der Gutschein dann gar nicht weitergegeben. Also geben wir den Kundinnen jetzt immer drei Gutscheine mit – und schon kommt die Kohle in unseren Salon!“ Eine andere Aktion mit viel Potential zur Neukundengewinnung sind Albert Bachmanns Company Cut’n’Colour Events: „Wir bieten das als Firmenevent für Unternehmen an – an Samstagen kann eine Gruppe von mindestens acht Personen zu uns kommen, alle werden in lockerer Atmosphäre beraten, gefärbt, gestylt und fotografiert. So ein Tag bleibt natürlich in positiver Erinnerung und viele der Teilnehmer kommen anschließend regelmäßig zu uns.“ Abschließend hat Albert Bachmann noch einen ganz besonderen Tipp: „Die Kundenpflege beginnt schon beim allerersten Kontakt am Telefon. Aber wer geht in den meisten Salons ans Telefon? Der, der am wenigsten zu tun hat – die größte Pfeife also! Denken Sie mal darüber nach…“

Wenn Ihnen unsere Serie gefallen hat und Sie noch mehr Tipps von Albert Bachmann in Ihren Salonalltag integrieren wollen, dann besuchen Sie am besten eines seiner eigenen Seminare – inklusive eines Telefontrainings für Ihre Rezeptionistin, die Sie ab jetzt haben sollten!


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