1001 Pracht

Dieser Artikel wurde am 01.07.2010 in der Rubrik Style - Reise veröffentlicht.

Das Sultanat Oman, gelegen am Golf von Oman am Arabischen Meer zwischen der arabischen Halbinsel und der Küste Irans, gehört zu den interessantesten Reisezielen Arabiens. Vor drei Jahren war ich schon einmal in der Region und von Oman fasziniert.

Das Sultanat erstreckt sich vom Omangebirge bis zur Küstenebene mit vorgelagerten hohen Sanddünen und einem paradiesischen Strand. Neben etlichen begrünten Flusstälern und einer erstaunlich abwechslungsreichen Landschaft, bietet das Land außerdem zahlreiche archäologische Stätten, die zum Weltkulturerbe zählen.

Mitte Mai war mein Sohn Noah mit seiner Freundin in dem einzigartigen Sultanat. Oman hat eine eigene Fluglinie, die Oman Air, mit geradezu luxuriöser Innenausstattung, die täglich nonstop in sechseinhalb Stunden von Frankfurt in die Hauptstadt Maskat fliegt. Dort, in unmittelbarer Strandnähe, liegt unter anderem die großartige Hotelanlage Shangri-La’s Al Jissah Resort und Spa und darin vor allem das exklusive 6-Sterne-Luxushotel Al Husn, das zu den feinsten Designer Hotels der Welt gezählt werden muss und zudem zu einem der schönsten Spas der Welt gehört. Die Hotelgebäude befinden sich in einem Oasen-ähnlich angelegten riesigen Garten mit olympischem Pool, Zimmern mit großzügigen Ausmaßen von 100-200 m², Butler Service rund um die Uhr, vielen international gelobten Restaurants und außerdem umfassenden Angeboten im Hotel-eigenen Chi Spa. Angeboten werden auch ausgedehnte Ausflugsmöglichkeiten zu den in der Nähe gelegenen Wadis, den die meiste Zeit des Jahres ausgetrockneten Flusstälern, die sich aber bei Regen auch schnell in reißende Bäche und Flüsse verwandeln, Allrad-Touren zu den mächtigen Sanddünen und natürlich Wassersport jeder Art.

Die Hotelhalle ähnelt einer großen Moschee mit innen vergoldeter Kuppel und stimmt auf einen Besuch der Zentral-Moschee ein, die mit ihren zwei Minaretten, der riesenhaften Kuppel und dem großen Betsaal Platz für bis zu 10.000 Gläubige bietet. Auch Touristen dürfen vormittags die Moschee besuchen und damit einen Ausflug in die islamische Spiritualität machen. Zu den Strandvergnügen gehört natürlich Schnorcheln, wobei man neben mehreren großen Schildkröten im Wasser auch riesige Stachelrochen, kleine Riffhaie und ein vor Jahren in der Nähe abgelegtes Schiffswrack entdecken kann. Da das Meer dort meist nur 10 bis 20 Meter tief ist, ist die Sicht überragend gut, Dekomprimieren beim Wiederauftauchen in der Regel nicht notwendig und das Tauchen deshalb auch für weniger Geübte oder Anfänger in Begleitung eines Tauchlehrers ideal. Ein anderes vortreffliches Erlebnis ist, die großen Karettschildkröten bei der Eiablage zu beobachten, die dafür seit Jahrmillionen an den Strand vor der Hotelanlage kommen. Mein Sohn Noah und seine Freundin konnten Mitte Mai sogar das Schlüpfen der jungen Schildkröten 60 Tage nach der Eiablage miterleben. Die kleinen Schildkröten haben sich den Weg aus dem „Nest“ nach oben erkämpft, um dann nach ersten Atemzügen in Richtung Meer zu krabbeln. Von dort kehren sie 20 Jahre später an den Ort ihrer Geburt zurück zur Eiablage und der Kreislauf der Natur beginnt erneut. Sorgsam hüten die Strandwächter des Hotels die Plätze, wo die Schildkröten ihre Eier abgelegt haben, glätten den Strand, damit möglichst viele den Weg ins freie Meer schaffen und „bewachen“ ihre ersten Meter im Freien.

Beim Essen in einem der ausgezeichneten Restaurants der Hotelanlage gibt es dann abends viel zu erzählen und Erlebnisse auszutauschen. Oman am Arabischen Meer und die Hotelanlage Shangri-La’s Barr Al Jissah Resort and Spa, ein fabelhaftes und kaum zu überbietendes Urlaubserlebnis.

Reinhold Wild

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